Die Idee für die Gründung der gemeinnützigen fairKauf-Genossenschaft kam vor über 10 Jahren vom damaligen Diakonie-Pastor Walter Lampe. Viele engagierte Mitbürger haben seitdem aktiv an der Ausführung gearbeitet. Mittlerweile bietet fairKauf nicht nur in der Innenstadt, sondern an insgesamt sechs Standorten in Hannover und der Region ein umfangreiches Sortiment gut erhaltener Secondhand-Waren für Jedermann. Die angebotenen Waren sind alles Sachspenden aus der Bevölkerung, denen auf diesem Weg ein zweites Leben geschenkt wird. Besonders Menschen mit geringem Einkommen profitieren vom Angebot und erhalten als Inhaber des HannoverAktivPasses oder der Region-S-Karte zusätzlich 20 % Preisnachlass auf ihren Einkauf.

fairKauf ist allerdings in erster Linie ein Qualifizierungsbetrieb und dafür werden auch die Einnahmen verwendet. Langzeitarbeitslose und Menschen, die beruflich schwer Fuß fassen, bekommen hier eine Chance und werden im praktischen Betrieb im Handel qualifiziert. „Wir sind vor 10 Jahren angetreten, um Menschen zu qualifizieren und sie auf den Weg zurück ins Arbeitsleben zu bringen. Das machen wir nach wie vor aus ganzem Herzen und aus voller Überzeugung. Jeder einzelne Mensch ist es wert, dass er eine Chance bekommt, gerade dann, wenn es für ihn gar nicht gut läuft“, so Nicola Barke, geschäftsführender Vorstand der fairKauf eG. Das gilt bei fairKauf auch für die klassische Ausbildung im Einzelhandel. 30 Auszubildende haben in den letzten Jahren erfolgreich ihre Prüfung abgelegt. Gerade erst wurde das Unternehmen dafür als „Leuchtturm“ für besonders verlässliche Ausbildung in der Kategorie Industrie und Handel vom Bündnis Duale Berufsausbildung und dem Niedersächsischen Kultusministerium ausgezeichnet.

Seit Eröffnung des ersten Kaufhauses haben viele hundert Menschen bei fairKauf wichtige Fertigkeiten (wieder-)erlangt und eine neue Berufsperspektive gefunden. „Wir konnten über 950 Teilnehmern in Maßnahmen sowie sehr vielen Praktikanten die Chance bieten, den ersten Schritt zurück ins Arbeitsleben zu machen. Die Anzahl aller bei uns Mitarbeitenden ist inzwischen auf fast 230 gewachsen, davon über 100 in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen“, so Vorstandsmitglied Klaus Hibbe. „Für diesen Erfolg bedanken wir uns vor allem bei den Unterstützern aus der Stadtbevölkerung. Ohne die vielen Sachspender und Kunden sowie die ehrenamtlich bei uns Engagierten und Mitglieder unserer Genossenschaft, wäre all das nicht möglich.“