Hundekot stinkt und ist ekelig – allein deshalb sollte er entfernt werden. Doch ein Hundehaufen ist nicht nur einfach unhygienisch. In ihm können sich zum Beispiel zahlreiche infektiöse Wurmeier und hartnäckige Durchfallerreger befinden, die ein erhebliches Gesundheitsrisiko für Menschen und Tiere darstellen.
Hunde , die von Würmern wie beispielsweise Spulwürmern, Lungenwürmern oder auch Bandwürmern befallen sind, scheiden gewöhnlich deren mikroskopisch kleine Wurmeier mit dem Kot aus. Die Eier können sich dann durch Regen oder bei einigen Arten auch durch Zwischenwirte wie Schnecken in der Umwelt verteilen, so dass nach kurzer Zeit auch die Erde, Pflanzen und Gewässer in der Umgebung verunreinigt sind. Dort bleiben die Wurmeier teilweise monatelang infektiös und verbreiten sich weiter, indem sie von neuen Wirten aufgenommen werden.
Nicht selten ist der Hundekot mit Noroviren infiziert. Noroviren sind eine häufige Ursache für Ausbrüche von Magen-Darm-Grippe in Pflegeheimen, Kindergärten, Kasernen oder bei Restaurantbesuchern. Das Virus ist von erkrankten Hunden auf den Menschen übertragbar. Durch Schnüffeln an Hundehaufen können Hunde sich jederzeit neu infizieren. Aber auch Menschen tragen an den Schuhsohlen die winzigen Erreger mit in die Wohnung und verbreiten somit das Krankheitsgeschehen.
Die Giardiose wird durch Einzeller Giardia duodenalis hervorgerufen und kommt sowohl bei Tieren als auch beim Menschen vor. Die meisten Giardiosen verlaufen vollkommen symptomlos. Jedoch kann es dennoch zu Durchfällen, Krämpfen, Fieber und Schüttelfrost kommen. Hauptinfektionsquelle ist der Hundekothaufen. Auch hier ist der Infektionserreger nicht mit dem menschlichen Auge sichtbar.
Hygienische Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang mit erkrankten Hunden und Katzen wie regelmäßiges Hände waschen sind ein unbedingtes Muss. Hunde dürfen nicht überall ihr Geschäft verrichten : Spielplätze, Liegewiesen, Sportanlagen, die Umgebung von Badegewässern sowie alle Orte, an denen Lebensmittel für den Menschen oder Futterpflanzen für Tiere angebaut werden, sind absolut tabu. Der Kothaufen sollte grundsätzlich immer entfernt werden. Verantwortungsbewusste Hundehalter tragen grundsätzlich ein geeignetes Kotbeutelchen bei sich.
Die wichtigste Vorsorgemaßnahme ist und bleibt jedoch die regelmäßige Entwurmung der Vierbeiner.
Woher kommt also der Aberglaube – in einen Hundehaufen zu treten bringt Glück ? In der Annahme, es geht nicht schlimmer ?!? Hab` leider keine klärende Quelle gefunden…..