Weihnachten naht und damit alle Jahre wieder die Sorge eines jeden Hundebesitzers, hoffentlich klaut mein Hund nicht die Schokolade vom Weihnachtsteller….

Zu Weihnachten wollen Hundebesitzer ihre Lieblinge mal so richtig verwöhnen. Nicht selten greifen sie dabei auch zu Schokolade, Keksen, Pralinen und ähnlichem. Doch Schokolade, insbesondere Edelbitter- oder Blockschokolade, kann zu erheblichen gesundheitsgefährlichen Symptomen führen.

In dunkler Schokolade, nicht in der weißen Schokolade, ist Theobromin enthalten. Theobromin ist ein Methylxanthin, welches in korrekter Rezeptur als Medikament oder auch als Dopingmittel eingesetzt wird. Theobromin wird häufig als Asthmamedikament, harntreibendes Mittel oder auch zur Kreislaufstabilisierung verwendet. Das Theobromin stimuliert genauso wie Koffein, ebenso ein Kakaobestandteil, den Kreislauf und das Nervensystem und kann bei älteren und kranken Hunden schwere Herzprobleme sowie weitere Vergiftungssymptome hervorrufen.

Die Krankheitserscheinungen der Vergiftung hängen zum einen von der Körpergröße, dem Gesundheitszustand und dem Gewicht des Hundes, zum anderen von der Menge und dem Kakaoanteil der verzehrten Schokolade ab. Vollmilchschokolade oder weiße Schokolade sind aufgrund des geringeren Kakaoanteils unerheblich im Verzehr. Edelbitter, Zartbitter oder Blockschokolade enthalten besonders viel Theobromin und können für den Hund gefährlich werden, wenn sie in großen Mengen aufgenommen werden.

Wie groß muss die Menge denn nun sein? Ausgerechnet bedeutet es, dass ein 25 Kilogramm schwerer, gesunder Hund ungefähr 6 Tafeln Edelbitter Schokolade verzehren müsste, um lebensgefährlich unter den Symptomen zu leiden. In einer Tafel Milchschokolade sind ca. 200 mg Theobromin enthalten, in Zartbitterschokolade ungefähr die zehnfache Menge.

Wissenschaftliche Untersuchungen in der Vetsuisse-Fakultät der Universität Zürich haben ergeben, dass die letale Dosis für einen Hund bei 500 mg/kg KGW Theobromin liegt. Die Ausscheidung von Theobromin verläuft allerdings sehr langsam, so dass es bis zu 20 Stunden dauern kann, bis der Stoff aus dem Körper herausgespült ist. Wiederholte Fütterung von Schokolade in kurzen zeitlichen Abständen könnte zu einer Anreicherung von Theobromin im Blut führen. Eine Dekontamination kann durch Fütterung von Aktivkohle erfolgen.

Dennoch können auch Hunde nach dem Verzehr von größeren Mengen Schokolade unter Magen-Darm-Problemen wie Durchfall und Erbrechen leiden.

Abschließend bemerkt, bitte immer die Nerven behalten, ein bisschen Schokolade hat noch keinem Hund geschadet, aber man sollte den freien Zugang zu Schokolade begrenzen, zu den Feiertagen ist durchaus der eine oder andere Schokoladenkeks auch für Hunde erlaubt. Vorzugsweise natürlich mit Milchschokolade, die ist sowieso viel leckerer…. 😉