Typische Situation für mich: Es schüttet in Strömen, schon halb zwei. Da hinten kommt die 121 – aber zur Bushaltestelle schaffe ich es auf keinen Fall mehr. Nicht mit den Tüten voller Lebensmittel, die ich noch schnell besorgt habe, bevor ich Mia von der Schule abholen muss. Und jetzt?

Ich erinnere mich auf dem Weg zum Supermarkt an einem roten Opel Adam vorbeigelaufen zu sein. Ich drehe um, laufe ein paar Meter über den E-Damm und biege in die Nelkenstraße. Glück gehabt! Da steht er noch. Aus der Vordertasche meines Rucksacks krame ich die Zugangskarte, mit der ich kurzerhand das Auto entriegle. Tüten, Tasche und Regenschirm: ab in den Kofferraum.

Unser eigenes Auto haben wir letztes Jahr verkauft. Zu teuer, zu oft kaputt und eigentlich steht es auch nur rum.

12 Minuten später stehe ich vor der Schule. Mias erste Frage: „Was gibt’s zu essen?“ Nach Hause fahren und dort etwas kochen würde ich nicht schaffen, in zwei Stunden hat sie eine Verabredung mit ihrer Freundin. Wir beschließen, dass es heute unser geheimes Lieblingsessen gibt: Burger! Also los nach Linden. Der Regen wird immer heftiger. Es wird Herbst, denke ich und bin froh, dieses Jahr mal keine Winterreifen aufziehen zu müssen. Unser eigenes Auto haben wir letztes Jahr verkauft. Zu teuer, zu oft kaputt und eigentlich steht es auch nur rum. In Deutschland fast 23 Stunden am Tag, habe ich neulich gelesen. Wir waren uns einig: Wer in einer Großstadt lebt und arbeitet, braucht nicht täglich ein Auto.

Täglich nicht, aber manchmal eben doch. Deshalb haben wir uns, für den Fall der Fälle, bei einem CarSharing-Anbieter registriert. Inzwischen gibt es CarSharing deutschlandweit in etwa 600 Städten. In Hannover etablierte sich das gemeinschaftliche Nutzen von Fahrzeugen sogar bereits vor 25 Jahren.

Seitdem die roten stadtflitzer auch bei ihr in Kleefeld stehen, konnte sie selbst testen, wie intuitiv und vor allem günstig CarSharing ist.

Mia und ich sitzen im Burger-Restaurant, der Flitzer steht am Straßenrand vor der Tür. Wir bestellen gemütlich unser Essen und beobachten, wie der Regen auf den Motorhauben der Autos tanzt. Neulich hat sich endlich auch meine Schwester beim CarSharing registriert. „Das ist bestimmt voll teuer und kompliziert“, lag sie mir immer in den Ohren. Aber seitdem die roten stadtflitzer auch bei ihr in Kleefeld stehen, konnte sie selbst testen, wie intuitiv und vor allem günstig diese Art der Fortbewegung ist. Meine Fahrt von der Nelkenstraße über Mias Schule zum Burger-Restaurant – 15 Minuten, 4 km – kostet zum Beispiel nur 1,71 €.

Mia isst den letzten Bissen ihres Grillkäse-Burgers und ich bestelle schon mal die Rechnung. So schnell vergeht die Zeit. Jetzt müssen wir schon wieder in 30 Minuten in Laatzen sein. Wir verlassen das Restaurant. Mist! Da war wohl jemand schneller als wir. Die Parklücke vor dem Eingang ist leer. 15:20 Uhr. Das wird knapp. Vielleicht hätte ich den stadtflitzer doch noch die Stunde, die wir im Restaurant saßen, für 2,30 € behalten sollen? Ich krame mein Handy heraus und öffne die stadtmobil App. Ich atme auf, alles richtig gemacht: Der nächste rote stadtflitzer steht nur zwei Straßen weiter. Ich reserviere ihn schnell, damit ihn mir keiner mehr wegschnappen kann. Jetzt steht er für uns bereit, um uns sicher an unser nächstes Ziel zu bringen.

Fact-Box:
– Bei unter 12.000 Kilometern im Jahr lohnt sich CarSharing
– Durch den CarSharing-Anbieter stadtmobil werden in Hannover mehr als 3.000 Fahrzeuge eingespart
– stadtmobil ist seit 25 Jahren die Nummer eins in Niedersachsen und bietet neben 180 Stadtmobilen mit festen Stationen, 80 flexible stadtflitzer zur spontanen Nutzung an
– Auf stadtflitzer.de gibt es weitere spannende Informationen
– 1992 konnten sogar Kanus, Boote, Rasenmäher und Motorräder über dem damaligen Gründungsverein Ökostadt e.V. gemeinschaftlich genutzt werden