Mit einem neuen, bundesweit einzigartigen Format der Literaturvermittlung startet
Salto Wortale – Kinderliteraturfestival im Zirkuszelt mitten in Hannover und begeistert mehr als 1000 Kinder von 8-11 Jahren für das Lesen. Salto Wortale stellt das sinnerfassende Lesen in den Mittelpunkt. Denn neben der Beherrschung des rein mechanischen Lesevorgangs ist es vor allem die Fähigkeit, Inhalte erfassen, einordnen und hinterfragen zu können, die das Lesen zum Fundament für alle späteren Lernvorgänge im Leben macht. Salto Wortale gibt Schülerinnen und Schülern der Klassen 3-5 die Möglichkeit, sich auf unterschiedliche Art und Weise mit den Inhalten einer vorgelesenen Geschichte auseinandersetzen. Dabei kann jedes Kind seinen Interessen folgen und sich aus einer Vielzahl von Workshops einen individuellen Zugang zu den Lesestoffen suchen. Der Förderverein Kinderzirkus Giovanni e. V. veranstaltet das Festival mit Unterstützung der Landeshauptstadt Hannover und des Friedrich-Bödecker-Kreises e. V. in diesem Jahr zum ersten Mal und stößt mit seinem Angebot auf große Resonanz: Die 900 Plätze im Vormittagsprogramm für Schulklassen waren nach kurzer Zeit ausgebucht. Offen für Kinder, Eltern, Großeltern und ehrenamtliche Lesehelfer sind die Veranstaltungen des Nachmittagsprogramms und das große Abschlussfest mit Lese-Rallye. Festivalzentrum ist das Zelt des Kinderzirkus Giovanni auf der Wiese neben dem Neuen Rathaus.

Themen berühren Alltagswelt der Kinder
Das Vormittagsprogramm der ersten Festivalausgabe dreht sich um Themen, mit denen alle Kinder etwas anfangen können und die jede Menge Bezugspunkte zu ihrem eigenen Leben aufweisen: „Familienbande“, „Angst und Heldentum“ und „Zeit“. Im Zirkuszelt lesen Nina Weger aus Ein Krokodil taucht ab, Denise M’Baye aus Anton hat Zeit von Meike Haberstock sowie Hartmut El Kurdi aus Angstmän. Im Anschluss schlagen die Workshop-Angebote unter dem Vorzeichen des jeweiligen Tagesthemas eine Brücke zwischen der Literatur und den Alltagswelten von Kunst, Fotografie, Musik, Tanz und Sport über Medizin, Biologie und Naturwissenschaft bis zu Archäologie, Philosophie, Politik, Recht und Geschichte. Viele hannöversche Einrichtungen und Institutionen unterstützen das Projekt, darunter die Stadtbibliothek Hannover, mehrere Museen, Hannover 96, die Herrenhäuser Gärten, das Staatstheater Hannover, die Niedersächsische Landeszentrale für politische Bildung oder die Medizinische Hochschule Hannover.

Forschen, experimentieren, erfinden
Zu jedem Tagesthema stehen den Kindern rund 20 Workshops zur Auswahl. Die Arbeit darin ist aktiv, kreativ und soll vor allem Spaß machen. So forschen die Kinder beim Thema „Zeit“ im Zeitungsarchiv zum Tag ihrer Geburt, sie experimentieren mit chemischen Prozessen bei der Zubereitung von Hefeteig oder finden heraus, was stumme Zeitzeugen wie Mumien und Moorleichen über die Vergangenheit erzählen. Unter dem Vorzeichen „Angst und Heldentum“ erfahren sie, welche medizinisch messbaren Reaktionen Angst und Freude in ihnen auslösen, sie arbeiten im
TA WingTsun-Training mit ihrer Körpersprache oder entdecken spielerisch, was es in einer Demokratie mit Minderheiten und Mehrheiten auf sich hat. Beim Thema „Familienbande“ denken sie über Zusammenhalt in Familie und Freundschaft nach, inszenieren Familienbilder von früher und heute oder kochen ein Familienessen. Die Ergebnisse aus den Workshops präsentieren sich die Kinder am Abschluss der Festivaltage im Zirkuszelt, wodurch sie das Tagesthema noch einmal in seiner perspektivischen Vielfalt erfahren.

Mehr Infos auf: www.saltowortale-hannover.de