Die Krankheit entsteht durch eine Infektion mit Bakterien der Art Borrelia burgddorferi, überwiegend werden die Borrelien durch Zeckenstiche auf den Hund und auch auf den Menschen übertragen.
Die Borrelien werden im Zeckenkörper gespeichert. Etwa 35 % aller Zecken sind infiziert und können somit eine Borreliose übertragen.

Die Zecken nutzen ihre Sinnesorgane in den Beinen, um ihren Wirt zu finden. Durch Wärme, Duftstoffe, Erschütterungen und ausgeatmeten Kohlendioxid werden Zecken auf das Opfer aufmerksam und wandern vom Grashalm direkt auf die Bekleidung, um an die Haut zu gelangen.
Eine erwachsene Zecke kann bis zu 1,50 Meter hoch krabbeln und lebt im Gras oder an Sträuchern.
Ein Irrglaube ist, dass die Zecke auf Bäume klettert, um sich von dort auf das Opfer fallen zu lassen. Wissenschaftliche Studien haben das bereits widerlegt.

Die Borrelien befinden sich im Darm der Zecke. Die Zecke muss eine längere Zeit saugen, bevor der Erreger übertragen wird. Das Infektionsrisiko steigt nach einer Saugzeit von mehr als 12 Stunden. Entfernt man die Zecke frühzeitig, ist das Übertragungsrisiko daher nur sehr gering.
Die Krankheitssymptome einer Borreliose Erkrankung sind vielfältig. Sehr häufig ist zuerst eine ringförmige Hautrötung um die Einbißstelle der Zecke zu sehen. Etwas zeitverzögert kommen Fieber, Muskel- und Kopfschmerzen hinzu. Gefährlich sind die Spätsymptome nach 6 Monaten. Typisch hierfür sind brennende Nervenschmerzen, die sich vor allem nachts verschlimmern. Zudem kann es zu einer Entzündung des Herzens kommen. Als Spätform der Erkrankung tritt Monate oder Jahre nach dem Zeckenstich eine chronische Entzündung der Gelenke auf.

In Deutschland infizieren sich jährlich 30-60.000 Menschen an der Lyme-Borreliose. Studien belegen, dass bei etwa 5% der Personen, die von einer Zecke gestochen worden sind, eine Infektion auftritt.

Eine Infektion mit Borrelien kann man durch eine Blutuntersuchung auf Antikörper nachweisen. Besonders empfängliche Personen sind Kinder, Jogger, Spaziergänger, Pilzsammler und Waldarbeiter. Eine Schutzimpfung gegen Borreliose gibt es bisher nur für den Hund und das Pferd, für den Menschen leider nicht. Aber eine Borreliose Erkrankung lässt sich wirksam mit zahlreichen Antibiotika behandeln.

Vorbeugung ist alles ! Sorgen Sie für einen ausreichenden Zeckenschutz bei Hund und Katze. Beim Tierarzt sind einfach zu applizierende Spot-on Präparate, sowie zuverlässige Langzeit-Repellentien in Tablettenform erhältlich. Für den Menschen ist es wichtig, zeckenabweisende Hautschutzmittel vor jedem Ausflug ins Grüne aufzutragen.