Wer kennt es nicht, beim Spaziergang mit dem Hund durch den Wald, trifft man auf dieses wunderbare Aroma der reifen Walderdbeeren.
Kann man da noch widerstehen ?
Doch die Freude ist getrübt, denn an diesen naturbelassenen Pflanzen können die Eier des Fuchsbandwurms haften, wie sprechen von der Echinokokkose.
Der Fuchs scheidet mit dem Kot infektiöse Eier, sogenannte Echinokokken aus, die im natürlichen Entwicklungszyklus von Nagetieren mit der Nahrung aufgenommen werden.
An deren Stelle kann der Mensch treten, wenn er mit den infektiösen Eiern in Kontakt kommt.
Unsere Haustiere, Hund und Katze, sind die häufigsten Infektionsquellen. Diskutiert wird zudem der Verzehr von kontaminierten Waldfrüchten (Erdbeeren, Brombeeren, Himbeeren, Blaubeeren, etc.), Pilzen, Fallobst, Bärlauch, Salat und auch Gemüse aus dem Garten.
Die Fuchsbandwurmeier haften am Fell der Tiere und werden durch das Einatmen von Staub, beim Streicheln des Tieres eingeatmet.
Jährlich werden ca. 20-30 Infektionen bundesweit registriert, insbesondere Landwirte und Jäger zählen zu meist betroffenen Risikogruppe.
Es können 5 bis 15 Jahre vergehen, bis eine Infektion symptomatisch wird. Diese lange Inkubationszeit ergibt sich aus der langsamen Vermehrung der Parasiten. Symptome treten auf, wenn das Parasitengewebe größere Teile der Leber verdrängt hat. Die Patienten entwickeln Oberbauchschmerzen, eine Gelbsucht; sie sind abgeschlagen, verlieren an Gewicht und zeigen eine vergrößerte Leber. Durch eine Blutuntersuchung kann schnell Klarheit geschaffen werden.
Risikopersonen sollten sich 1-2mal jährlich einem Antikörper Nachweis unterziehen. Je frühzeitiger die Diagnose gestellt wird, umso besser sind die Heilungschancen. Ohne eine gezielte Behandlung (Operation, antiparasitäre Chemotherapie) verläuft die alveoläre Echinokokkose sehr häufig tödlich.
Am Boden wachsende Früchte, Gemüse, Pflanzen sollte man nach Möglichkeit nur dann verzehren, wenn der Garten so umzäunt ist, dass der Fuchs nicht hinein gelangen kann. Waldfrüchte, Waldmeister, Bärlauch sollten grundsätzlich gründlich mit Wasser gereinigt und auf über 60°C erhitzt werden, bevor sie zum Verzehr geeignet sind.
Mit Desinfektionsmitteln oder Alkohol sterben die Fuchsbandwürmer nicht ab. Auch Kühlschrank- und Gefrierfachtemperaturen tötet die infektiösen Eier nicht ab.
Wie bei vielen Dingen im Leben, sollte man vorher die Risiken abklären und sich für den gesunden Weg entscheiden; gute Hygiene, vollständiges Erhitzen von Freiland Obst und Gemüse, außerdem das regelmäßige Entwurmen von Hunden und Katzen, dann lebt man auf der sicheren Seite.

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